1. Erde

Für Engelstrompeten sollte man eine gute Kübelpflanzenerde mit einem möglichst hohen ph-Wert (über 6) verwenden. Manche Erdsorten sind auch mit einem Langzeitdünger angereichert.
Wir verwenden eine Erde aus der Hawita Gruppe. Diese ist auch bei uns im 70 l Sack für Selbstabholer erhältlich.

2. Wasser/Dünger

Engelstrompeten haben während der Wachstumsphase viel "Durst und Hunger", möchten aber nicht ständig nass sein. Der Topf sollte also zwischendurch immer mal abtrocknen (nicht austrocknen), damit Sauerstoff an die Wurzeln gelangen kann.
Engelstrompeten lieben kalkhaltiges Wasser. Wer jedoch weiches Leitungswasser (Karbonathärte unter 7 Grad deutscher Härte) hat oder mit Regenwasser gießt, sollte Nährsalz SPEZIAL verwenden. Bei Wasser über 7 Grad deutscher Härte verwenden Sie bitte normales Nährsalz zum Düngen.
Ab Austriebsbeginn bis ca. Ende Juni sollten sie stickstoffbetonten Dünger geben, damit die Pflanzen sich gut entwickeln. Ab Juli geben sie dann den Blühdünger. Sollten Sie feststellen, dass die Blätter gelb werden, verwenden Sie zwischendurch noch mal den stickstoffbetonten Dünger.
Triabon ist ein Langzeitdünger für ca. 3 Monate. Man mischt auf einen Liter Erde ca. 2 - 3 gr. Dünger beim Umpflanzen unter die Erde. Dies stellt eine gewisse Grundversorgung dar.
Algenkalk hebt den PH-Wert der Erde. Bei Bedarf benötigt man monatlich 1 - 2 x 1 gr./Liter Wasser.
Weitere Angaben finden sie auf der Seite "Dünger".

Ab Ende August sollte man mit dem Düngen aufhören, damit die Engelstrompeten sich auf den Winter vorbereiten können.

3. Pflege

Nach Erhalt der Jungpflanzen gießen Sie bitte nach Bedarf und stellen Sie die Pflanzen vor der prallen Mittagssonne geschützt an einen hellen, warmen Standort. Bei Jungpflanzen, die Sie selber überwintert haben, prüfen Sie zunächst die Wurzelballen. Sollten faule Wurzeln vorhanden sein, diese bitte vorsichtig entfernen. Dann setzen sie die Pflanzen, ebenso wie eventuell auch die neuerworbenen, in einen etwas größeren Topf mit guter Kübelpflanzenerde.
Gießen Sie am Anfang nur mäßig, damit die Pflanzen angeregt werden, neue Wurzeln zu bilden. Bei sichtbarem Wachstum können Sie dann eine leichte Düngerlösung geben (1 gr. je Liter Wasser).
Bei gutem Wachstum kann es sein, dass die Engelstrompeten mehrmals einen größeren Topf benötigen. Ein häufiges Umpflanzen ist besser, als von vorneherein einen zu großen Topf zu verwenden. Beim Umpflanzen ist darauf zu achten, den Wurzelballen nicht zu beschädigen. Wenn der Topf gut durchwurzelt ist, können Sie auch stärker düngen, wie in der Dosierungsangabe beschrieben

Mehrjährige Pflanzen, welche in einem größeren Topf überwintert haben, ziehen Sie aus dem Topf heraus und stechen die äußeren, manchmal auch faulen Wurzeln ab. Nachdem die Engelstrompete wieder in ihrem Topf steht, füllen Sie die Zwischenräume mit Kübelerde auf, die mit Langzeitdünger versehen ist. Nur leicht gießen, da ansonsten die Wurzeln faulen können, besonders wenn die nötige Wärme noch fehlt. Bei sichtbarem Wachstum wieder mit dem Düngen beginnen.

4. Überwinterung

Engelstrompeten vertragen keinen Frost!
Drohen die ersten Nachtfröste, müssen die Engelstrompeten an einen frostsicheren Ort gebracht werden. Größere Pflanzen müssen eventuell aus Platzgründen zurück geschnitten werden.
Das ideale Winterquartier ist hell und hat eine Temperatur von 8 - 12 C.
Die Aurea und suaveolens Hybriden kommen auch mit niedrigeren Temperaturen zurecht. Sie können auch dunkel überwintern, dürfen dann aber auch nur weniger gegossen werden. Je höher der versicolor - Anteil in den Pflanzen ist, desto mehr benötigen sie höhere Temperaturen.
Jungpflanzen bitte hell bei 10 - 15 C überwintern.
Halten Sie die Pflanzen im Winter eher zu trocken als zu nass, jedoch nie ganz austrocknen lassen.

5. Rückschnitt

Beim Rückschnitt bleiben Sie in jedem Fall oberhalb der Vergabelung in der
so genannten Blühregion. Bei uns werden die Pflanzen im Herbst nur soweit
zurück geschnitten, wie es aus Platzgründen erforderlich ist, da einzelne
Stängel oft ohne ersichtlichen Grund im Laufe des Winters von selber
zurücktrocknen. Im Frühjahr sollte dann der endgültige Rückschnitt erfolgen.
Jungpflanzen bitte nicht zurückschneiden.